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Im Jahre 406 gerät in ganz Gallien die pax romana in Gefahr. Goten und Alanen wandern entlang der Flussläufe ein, erobern das Land und lassen sich in Aquitanien nieder. |
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Später entstand unter den Nachfolgern von König Clovis eine neue, vom wachsenden Einfluss des Christentums geprägte Gesellschaftsordnung. Die Ausbreitung des neuen Glaubens war das Werk evangelisierender Mönche, die in Lucaniacus in der Nähe von Saint-Emilion ein Kloster gründeten. Dieser christliche Aufschwung wurde 732 durch den Einfall der Sarazenen plötzlich gestoppt. Die Truppen des Abd El Rhaman kamen aus Afrika und zogen bis Poitiers, wo sie von Karl Martel besiegt wurden. In Saint-Emilion lebt die Erinnerung an die Mauren im Namen des Weilers Villemaurine fort, der ein Stützpunkt oder Gefangenenlager der Sarazenen gewesen sein mag.
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Sankt Ämilian ist keine Legende. Neueste Forschungen zeigen, dass er auch in der Bretagne bei Lannion verehrt wurde, wo eine Kirche und ein Bach seinen Namen tragen. Die ersten Zeugnisse über das Leben des Einsiedlers stammen aus dem 12. Jahrhundert. |
In Vannes in der Bretagne hatte er das Amts eines Verwalters der klösterlichen Speicher inne und war wegen seiner Wohltätigkeit gegenüber den Armen bekannt. Er verließ Vannes mit der Absicht, nach Santiago di Compostella in Galizien zu pilgern. Er hat Spuren in Saujon bei Royan hinterlassen, wo er einige Zeit in einem Kloster gelebt hat. Dann wanderte er nach Süden weiter und ließ sich zwei Meilen von der Dordogne in Ascumbas (dem einstigen gallisch-römischen Cumbis?) nieder, wo er sich eine Höhle mit Felsenkapelle einrichtete. Dort scharte sich eine kleine christliche Gemeinde um ihn. Nach seinem Tod am 16. Januar 787 schlugen seine Schüler über seinem ersten Refugium eine Kirche aus dem Felsgestein, die man heute noch besichtigt. Im 11. Jahrhundert gründeten Benediktiner ein Kloster, das sich rasch zu einem Dorf ausweitete. Der Ort Saint-Emilion entstand. |
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