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immer hohe Investitionen in allen Bereichen der Weinbereitung und des Ausbaus der Weine einher. installations.
SORGFALT BEI LESE UND TRAUBENANNAHME
Der ban des vendanges setzt als amtlich verordnetes Datum den Lesebeginn für das gesamte Weinbaugebiet Bordeaux fest. Die Weinlese von Hand oder mit der Maschine beginnt meistens im September und wird Parzelle pro Parzelle je nach Rebsorte und Alter der Stöcke ausgeführt. Man beginnt mit der frühreifen Rebsorte Merlot, die Cabernet-Rebsorten folgen meist erst eine Woche später.
Da man nur bestes Traubengut vergären will, werden die Trauben immer häufiger im Weinberg oder im Keller verlesen, um verdorbene oder unreife Trauben und Blätter oder Stiele auszusortieren.
Der Arbeitsaufwand bei der Pflege der Rebstöcke wird bei der Weinlese belohnt. Um die Trauben so schonend wie möglich zu verarbeiten, greift man auf Geräte zurück (Abbeermaschine, Traubenmühle, Pumpen), welche die Trauben möglichst wenig zerquetschen und ein Oxidieren verhindern.
EINMAISCHEN UND STEUERN DER GÄRUNG
Auf fast allen Gütern werden die Trauben nach Parzellen getrennt vergoren (gleiche Rebsorten gleichen Alters).
Beim Einmaischen werden die Beeren leicht geschwefelt, damit die Maische nicht oxidiert und sich keine Bakterien oder schädliche Hefen entwickeln. In manchen Fällen wird der Most mit Hefe angereichert. Die alkoholische Gärung erfolgt bei Temperaturen zwischen 28° und 32°C, deren genaue Einhaltung wichtig für das Gelingen der Weinbereitung ist. Deshalb sind in Saint-Emilion die Gärtanks der meisten Güter mit einer Temperaturregelung ausgestattet.
Während des Gärvorgangs wird der Most umgepumpt, um die Farb- und Inhaltsstoffe aus den Beerenschalen zu lösen. Wie häufig umgepumpt wird, hängt vom Reifegrad der Trauben, dem Jahrgang und der Lage ab.
Der Jungwein bleibt eine gewisse Zeit lang auf der Maische stehen. Dies ist ein weiterer wichtiger Faktor für Weinqualität. Die Dauer wird nur durch Verkosten bestimmt und ist ein Erfahrungswert, der dem Gespür jedes Kellermeisters überlassen bleibt. Da heute die Trauben immer abgebeert werden, kann man diese Phase bis auf 4 Wochen verlängern. So können sich alle aromatischen und phenolhaltigen Stoffe aus den Beerenschalen und Kernen lösen. Diese Stoffe verleihen dem Wein von Saint-Emilion seine typischen Struktur- und Farbmerkmale sowie aromatische Komplexheit.
TRADITIONELLER AUSBAU
Wenn der biologische Säureabbau des Jungweins in den Gärtanks und die Zusammenstellung der einzelnen Gebinde nach langen Verkostungen der Jungweine beendet sind, baut der Wein in Tanks oder in Eichenholzfässern aus. Dabei kommt es zu allmählichen und komplexen Umwandlungen im Wein. Nur so kommt das Potenzial zukünftiger großer Weine zum Ausdruck, wie es sich später nach der Abfüllung in der Flasche weiterentwickelt. Traditionsgemäß baut Qualitätswein in Saint-Emilion während 16 bis 18 Monaten in Fässern aus Eichenholz mit 225 l Fassungsvermögen aus.
Viele Winzer praktizieren diese Form des Ausbaus, denn sie veredelt den Wein durch schonende Oxidierung (Luftdurchlässigkeit der Fassdauben) und durch den aromatischen Holzton, der vom Eichenholz auf den Wein übertritt.
Ein Winzer ist sehr anspruchsvoll bei der Auswahl von Holzfässern, die er von verschiedenen Fassmachern bezieht und für die nur bestes Eichenholz verwendet wird. Der Ausbau im Fass bedeutet hohen Arbeitsaufwand (mehrere Abstiche, Schönen..), hohe Kosten (Kauf der Fässer, besonderer Fasskeller...), genaue Überwachung und viel Fachwissen.
In Saint-Emilion gibt es unterirdische Keller. Sie sind aus dem Kalkgestein herausgehauen und eignen sich wegen ihren niedrigen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit ganz besonders gut für das Lagern von Wein.
Je nach Jahrgang und Lage ist ein Ausbau im Eichenholzfass nicht immer von Vorteil. Deshalb gibt es auch treue Verfechter für einen sachverständigen und sorgfältig überwachten Ausbau im Tank, der oft ergänzend zum Ausbau im barrique eingesetzt wird.
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